Bienenfutterautomat im Palastgarten aufgestellt

© Presseamt Trier

Viele Menschen kennen sie noch: Die Automaten, aus denen man sich früher Kaugummis und kleine Spielzeuge für zehn oder fünfzig Pfennig kaufen konnte. Am Kiosk des Palastgartens hängt nun wieder so ein Original-Automat. Doch statt Kaugummis steckt dort etwas Anderes drin: Saatgutmischungen, aus denen Pflanzen entstehen, die Wild- und Honigbienen Nahrung bieten.

Gestiftet hat den Automat, der in Handarbeit aus gebrauchten Teilen in Dortmund aufbereitet wurde, Nadja Meurer: „Ich habe mich direkt in die Idee verliebt, als ich Wind davon bekommen habe“, erläutert Meurer, die damit etwas gegen das Bienen- und Insektensterben tun möchte.

Da durch die Saatgutmischungen mehr Blütenvielfalt für heimische Bestäuber-Insekten in die Städte gebracht wird, unterstützt natürlich auch die Abteilung StadtGrün von StadtRaum Trier die Aktion.

Die erste Füllung der Samenkugeln spendierte Julia Hollweg, die auch städtische Klimaschutzmanagerin ist. Anschließend übernimmt das Team des Palastgarten-Kiosks um Pächter Florian Doesken die weitere Unterhaltung des Automaten. Er verkauft in seinem Kiosk nun auch den Trierer Stadthonig. Auch der städtische Umweltbeauftragte Johannes Hill lobt das Projekt und erläutert, dass die Samenkapseln vor allem für Balkonkübel und kleinere Gefäße geeignet sind. Die leeren Kapseln können in einen Briefkasten neben den Automaten geworfen werden, sodass sie wiederverwendet werden können.

Die upgecycelten Kaugummiautomaten mit den Saatgutkapseln gibt es bereits an über 100 Orten in Deutschland. In den Kapseln befindet sich neben dem Saatgut für circa zwei Quadratmeter auch eine kleine Aussaatanleitung.


20. September 2021